Wirbelsäule

Wie bekannt, besteht die menschliche Wirbelsäule aus 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln und 5 Lendenwirbeln. Zwischen den einzelnen Wirbeln haben wir die Bandscheiben, bestehend aus einer Gallerte ähnlichen Substanz mit einem härteren Kern. Die Hauptaufgabe der Bandscheiben ist, die Wirbel gegeneinander abzufedern, eine Art Stoßdämpferfunktion. Mit zunehmenden Alter, aber auch durch Überbeanspruchung trocknen die Bandscheiben mehr und mehr aus, werden unelastischer und nehmen in der Dicke ab – wir werden kleiner.

Bei Beckenschiefstand finden wir immer eine seitlich, in Form eines „S" gebogene Wirbelsäule, die statische Skoliose. Aufgrund der Krümmung zur Seite haben wir auf der einen Seite eine Stauchung der Muskulatur, auf der anderen Seite eine Dehnung.

Da bei einem Beckenschiefstand die gedachte Körpermittellinie, geht vom Kopf durch die Mitte des Körpers zum Erdmittelpunkt, ausserhalb der Mitte ist, leistet der Bewegungsapparat Schwerarbeit.

Wird das gesamte Becken mittels der MLE-Methode nach H. Links auf gleiche Höhe gebracht, rückt automatisch die Körperachse wieder in die Mitte.

Gleichzeitig werden Hüft-, Knie- und Fussgelenke etwas eingedreht, in ihre ursprüngliche Lage.

Es entsteht eine neue Körpergeometrie, eine neue Statik des Körpers.

Trotz Beckenregulation verändert sich bei Erwachsenen die Skoliose nicht mehr. Aber durch die neue Statik, kommt es zur Entspannung der Rückenmuskulatur.

In diesem Zusammenhang ist zu betonen wie wichtig es ist, Kinder mit Beckenschiefstand möglichst noch vor der Pubertät zu regulieren; die Wirbelsäule wächst fast gerade mit.

 

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